Gewalt gegen Kinder
Wir alle wissen, dass es Kindesmisshandlungen, Kindesvernachlässigungen und sexuellen Missbrauch von Kindern gibt. Aber oft erfahren
wir sehr spät, welches Kind Hilfe braucht. Großeltern, Nachbarn, Lehrer
oder andere aufmerksame Mitmenschen sollten keine falschen Hemmungen
haben, sich im Einzelfall an uns zu wenden; es ist nie zu früh, wenn
das Kindeswohl gefährdet ist oder scheint! Wir suchen keine Schuldigen.
Wir wollen helfen - Kindern und Eltern! So früh wie möglich. Wir bieten
vertrauliche Gespräche an.
Anlauf- und Beratungsstelle
Die Arbeit der Präventions- und Anlaufstelle bei Gewalt gegen Mädchen
und Jungen, insbesondere bei sexuellem Missbrauch ist ein Schwerpunkt
der Kinderschutzarbeit im Rheinisch-Bergischen Kreis.
Die Zielsetzungen lauten "Kinder stark machen" und "Familienstrukturen stärken".
Entsprechende Beratungsangebote tragen dazu bei, dass Konflikt- und
Gefährdungspotenziale rechtzeitig wahrgenommen
und somit Krisensituationen frühzeitig erkannt werden.
Präventionsfachstelle
Die Präventions- und Anlaufstelle bei Gewalt gegen Mädchen und Jungen,
insbesondere bei sexuellem Missbrauch, bietet bei Gewalt gegen Mädchen
und Jungen, sei es sexueller Missbrauch, Vernachlässigung und Misshandlung,
Fach- und Präventionsveranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit, Anlauf- und
Koordinierungsfunktionen bis hin zur qualifizierten Begleitung in Einzelfällen an.
Kinder vor sexuellen Übergriffen zu schützen heißt Wahrnehmung, Selbst-
bestimmung, Empfindung und Kritikfähigkeit der Kinder zu stärken. Prävention als
eine Erziehungshaltung, die kontinuierlich wirkt, beschränkt sich nicht
nur auf punktuelle Warnungen. Dies bedeutet, dass präventive Aspekte
in die Gesamterziehung von Elternhaus, Kindertagesstätte und Schule
integriert werden können und müssen.
Unsere Präventionsangebote umfassen unter anderem:
• Fachberatung und Elternarbeit in Tageseinrichtungen für Kinder und
Schulen
• Informations- und Fortbildungsveranstaltungen
• Information von Präventionsmaterialien und Verleih
• Pädagogisch begleitete Projektarbeit, Organisation und Begleitung
von Präventionsausstellungen, Präventionstheater
Nähere Informationen erhalten Sie bei der Diplom Sozialpädagogin Katrin Fassin.
Fühlfragen
"Fühlfragen" ist eine vernetzte Wanderausstellung mit Mitmachparcours zur Sucht- und
Gewaltprävention, zur Sexualpädagogik und gegen sexuelle Übergriffe für dritte und vierte
Klassen im Rheinisch-Bergischen Kreis.
Ein zentrales Anliegen der Kommunen im Rheinisch-Bergischen Kreis ist die frühzeitige und
systematische Förderung von Kindern und Jugendliche, um ihnen eine gute Entwicklung zu
ermöglichen und sie vor belastenden Einflüssen zu schützen. Im Zusammenwirken mit den
Eltern ist es unsere gemeinsame Aufgabe, Kinder stark und fit zu machen.
Mit dieser Zielsetzung hat der Arbeitskreis Psychosoziale Prävention eine neue
Mitmachausstellung für den Rheinisch-Bergischen Kreis entwickelt. Unter unserer
Projektleitung und unter pädagogischer Leitung der Präventionsfachdienste der
katholischen Erziehungsberatung e. V. und der Diakonie wird die Ausstellung,
die sich an alle Kinder der dritten und vierten Jahrgangsstufe richtet,
in einem zweijährigen Turnus in jeder Kommune zu Gast sein.
In Kooperation mit den Jugendämtern des Kreises wird die Ausstellung
somit den Grundschülern zur Verfügung stehen.
"Fühlfragen" ist ein Mitmach-Parcours mit 10 Spielstationen zum Ausprobieren, Entdecken
und Lernen durch sinnliches Erleben. Über eine Auseinandersetzung mit den Themen
"Körper und Gefühle", "Selbstvertrauen und Konfliktlösung" und "Entspannung"
sollen die Mädchen und Jungen in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt werden.
Sie sollen befähigt werden, ihre eigenen Grenzen wahrzunehmen und zu verbalisieren,
die Grenzen anderer zu respektieren und in problematischen Situationen ihre
Handlungsmöglichkeiten erweitern.
Die beteiligten Lehrerinnen und Lehrer haben die Möglichkeit im Rahmen einer
Informationsveranstaltung die Ausstellung kennen zu lernen und
Hintergrundinformationen und pädagogisches Begleit- material zu erhalten.
Für die Eltern wird, bevor Ihre Kinder die Ausstellung besuchen,
ein Elternabend angeboten. Die Kinder werden durch Fachkräfte der
Präventionsdienste und Mitarbeiter des Jugendamtes durch die Ausstellung begleitet.
Wie wir arbeiten
• Die Beratungen sind freiwillig und kostenfrei.
• Wir unterliegen der Schweigeverpflicht.
• Wir arbeiten auf Wunsch mit beteiligten Ärzten und sozialen Einrichtungen
zusammen.
• Wir akzeptieren, wenn Ratssuchende anonym bleiben wollen.
• Wir vermitteln Kontakte zu anderen Institutionen und begleiten Sie
oder Dich dorthin.
• Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den Ratsuchenden Lösungen zu finden.
Wie Sie uns erreichen
Wir können uns vorstellen, dass es schwer ist, sich mit Problemen an
uns zu wenden.
Viele Menschen denken, sie müssten es alleine schaffen. Aber mit etwas
Unterstützung geht es besser.
Terminvereinbarung mit der Diplom Sozialpädagogin
Katrin Fassin
während der Bürozeiten montags bis freitags von 08:30 – 12:30 Uhr.
Telefon: 02202/39924
Katrin Fassin